Die Fans bei der WM 2006

 

Das Fussball-Sommermärchen 2006, ein Freudenfest für die Fussballfans

 

"Die Welt zu Gast bei Freunden" war das Motto, unter dem diese Weltmeisterschaft 2006 stand und tatsächlich glich das ganze Land an allen zwölf Spielorten einem stetig feiernden Vielvölkerstaat, Fans aller teilnehmenden Nationen feierten friedlich miteinander.


Zwar hatten die Behörden zuvor gefürchtet, dass insbesondere Anhänger der englischen und polnischen Teams ihre Überlegenheit auch jenseits der Stadien unter Beweis stellen könnten, dennoch gelang es der Exikutive weitest gehend, die beginnenden Ausschreitungen im Keim zu ersticken und somit eine friedliche Atmosphäre unter den Fans zu schaffen, die trotz Alkoholgenusses und sportlicher Rivalität nicht in Gewalt ausartete.

 

So bildeten Polizei und Bundeswehr selbst meterlange Ketten, um mit Laolawellen die Mannschaft zu begrüßen.

 

An zahlreichen Plätzen wurde Public Viewing veranstaltet, so in einigen Fußballstadien, die nicht von der WM betroffen waren, oder auf großen Plätzen und in Sporthallen, auch oft begleitet von Konzerten lokaler Bands. Die Stimmung dort nahm laut Günter Netzer "brasilianische Ausmaße" an. Keine Seltenheit war es, Anhängern bereits ausgeschiedener Teams zu begegnen, die sich von der Gastfreundschaft und Feierlaune der Deutschen beeindruckt zeigten und kräftig mitfeierten, wie etwa eine Gruppe Koreaner, die Medienaufsehen erregte, weil sie lauthals "Lukas Podolski" skandierte und sich offensichtlich wohl dabei fühlte, bei Freunden zu Gast zu sein. Die Masse zeigte sich begeistert von diesem "Sommermärchen", insbesondere vom deutschen Team, das sich besser schlug, als irgend jemand es für möglich gehalten hätte.

 

Sowohl die "Sportfreunde Stiller" als auch Xavier Naidoo trugen zum Gemeinschaftsgefühl bei, indem sie mit "'54, '74, '90, 2006" und "Dieser Weg" wahre Hymnen schufen, die jeder Fußballfan am Ende der WM mitsingen konnte - einschließlich der Spieler.