Die herausragendsten Spieler der Fussball WM 2006

 

Welche Spieler besonders auf sich aufmerlsam gemacht haben:

 

Seit 1982 verleiht die FIFA den "Goldenen Ball" (bei der Einführung 1982 wurde Paolo Rossi geehrt) an den besten Spieler des Turniers. Zu diesem Zweck nominiert der zuständige Ausschuss zehn Spieler in einen Pool, aus dem der erfolgreichste ausgewählt wird.

 

Im Jahr 2006 erhielt diese Auszeichnung der Franzose und Vizeweltmeister Zinedine Zidane. Dieser beendete seine aktive Fußballkarriere nach der Weltmeisterschaft 2006. Mit Silber und Bronze mussten sich zwei frisch gebackene Weltmeister zufrieden geben: Die Italiener Fabio Cannavaro und Andrea Pirlo wurden vom FIFA-Kommitee nur auf den zweiten und dritten Platz gewählt. Neben den beiden Deutschen Michael Ballack und Miroslav Klose nominierte der Ausschuss auch den Portugiesen Maniche, die beiden erfahrenen Franzosen Thierry Henry und Patrick Viera sowie zwei weitere aus dem italienischen Weltmeisterteam:

Gianluca Zambrotta und Gianluigi Buffon.

 

Letzterer wurde immerhin mit der "Lew-Jaschin-Auszeichnung" als bester Torhüter des Turniers gekürt. Der "beste Fußballer der Welt", Portugiese Cristiano Ronaldo, der bisweilen mit dem jungen Diego Maradona oder George Best verglichen wird und mit seinem Team Vierter wurde, ging allerdings gänzlich leer aus.

 

Für unvergessliche Momente bei diesem Turnier sorgte ganz sicher der deutsche Keeper Jens Lehmann, der sich wider aller Unkenrufe leistungsstark und souverän zeigte. Unmittelbar vor dem Elfmeter- schießen gegen Argentinien bekam er von Torwarttrainer Andreas Köpke er ein Stück Papier gereicht und studierte es kurz. Später erklärte er, das sei ein Spickzettel gewesen, da er und Köpke in der Vorbereitung das Schussverhalten der Argentinier in Elfmetersituationen beobachtet haben.

 

So sei es ihm gelungen, einige der Elfmeter zu halten. Sein direkter Konkurrent im deutschen Tor, Oliver Kahn, ließ es sich nicht nehmen, ihm vor selbigem Elfmeterschießen Glück zu wünschen, dieser Team- geist, den er in einer kurzen Umarmung zeigte, wurde von unzähligen Kameras festgehalten, ebenso wie das dankbare und tränenüberstömte Gesicht des Kapitäns Michael Ballack, der sich in der Kurve bei seinen Fans bedankt.

 

Selbst die Kanzlerin, die erfahrungsgemäß nicht unbedingt zu Gefühlsausbrüchen neigt, wurde beim lauthalsen Jubeln gesehen. Als Schulterschluss zwischen Mannschaft und Fans gilt das Tor, das Oliver Neuville in der Nachspielzeit gegen Polen dank einer Vorlage von David Odonkor erzielte. Von diesem Moment an gab es für die Deutschen, sowohl Fans als auch Mannschaft, kein Halten mehr und der Gedanke an den Titelgewinn schien nicht mehr abwegig.